Mit dem Dr.-Elemér-Hantos-Preis wird bzw. werden eine oder mehrere Personen oder Organisationen für besondere Verdienste um die Förderung der wirtschaftlichen Kooperation in Mittel- und Osteuropa ausgezeichnet. Den Dr.-Elemér-Hantos-Preis vergibt die in Zürich, Schweiz, ansässige Mitteleuropäische-Stiftung.
Dr.-Elemér-Hantos-Preis 2006: Prof. Dr. Stefan Messmann und Prof. Dr. Tibor Tajti, preisgekrönte Autoren, die einen entscheidenden rechtlichen Rahmen für die Förderung und Unterstützung internationaler Investitionen in Mitteleuropa erstellt haben. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr. Elemér Hantos Preis 2007: Vaclav Havel, weltberühmter Schriftsteller, Poet, politischer Dissident und Menschenrechtsaktivist. Nach dem Fall des Kommunismus wurde Havel zur führenden Persönlichkeit im Bürgerforum, einer Koalition nicht-kommunistischer Oppisitionsgruppen, die auf demokratische Reformen drängte. Er war Päsident der Tschechoslowakei von 1989 bis 1992, und der Tschechischen Republik von 1993 bis 2003. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr.-Elemér-Hantos-Preis 2008: Erhard Busek, Vizekanzler Österreichs, war von 2002 bis 2008 Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa, der zur Lösung von Konflikten und zur Sicherung von Frieden und Stabilität in der Region geschaffen wurde. Im Focus seiner Tätigkeit waren: Demokratisierung und Menschenrechte, Minderheitenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Förderung von Freihandelszonen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr.-Elemér-Hantos-Preis 2009: Adam Michnik, Journalist und politischer Aktivist, arbeitete unermüdlich an der Verteidigung der Demokratie und der Menschenrechte im gesamten mittel- und osteuropäischen Raum. Er spielte eine entscheidende Rolle bei den Gesprächen am Runden Tisch in Polen, als deren Ergebnis die Kommunisten 1989 der Verkündung von Wahlen zustimmten. Letztere gewann schließlich die unabhängige selbstverwaltete Gewerkschaft, die Solidarność. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr. Elemér Hantos Preis 2010: Rudolf Chmel, der stellvertredender Ministerpräsident der Slowakischen Republik für Menschenrechte und nationale Minderheiten war und dort wesentlich zum Schutz der Minderheitenrechte in den Grenzregionen Mitteleuropas beitrug. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr. Hantos Elemér-Preis 2011: George Soros ist amerikanischer Staatsbürger ungarischer Abstammung und seit mehr als 30 Jahren ein prominenter Verfechter demokratischer Ideen und Ziele. Seine philanthropische Organisation, die Open Society Foundation, unterstützt Demokratie und Menschenrechte in mehr als 70 Ländern. Die Open Society Foundation finanziert weltweit eine Reihe von Initiativen zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit, Bildung, öffentlicher Gesundheit, Geschäftsentwicklung und unabhängigen Medien Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr. Hantos Elemér-Preis 2012: György Konrad. Er war Prásident des International PEN Club und viele Jahre Prásident der Akademie der Künste in Berlin. Durch seinen Einsatz hat er maßgeblich zur Verbesserung der Ost-West-Beziehungen in Mittel- und Osteuropa beigetragen. Konrad war außerdem in den 1920er und 1980er Jahren besonders aktiv in der Bewegung, die zum Ziel hatte, die kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa abzulösen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr.-Elemér-Hantos-Preis 2013: Jadranka Kosor, kroatischer Ministerpräsident und Vesna Pusić, stellvertretende Ministerpräsidentin und Außen- und Europaministerin. Auf gegensätzlichen Seiten des politischen Spekktrums setzten sie sich für den Beitritt Kroatiens in die Europäische Union ein. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr. Elemér Hantos Preis 2014: Das Kollegium Elemér Hantos der Universität Miskolc ist eine unabhängige Einhet dieser Universität. Die Tätigkeit des Kollegs ist durch die Arbeit und Vorstellungen von Dr. Elemér Hantos inspiriert, die das Kolleg wie folgt beschreibt: „Er ist ein Pioniergeist, der gezeigt hat, dass die einzig mögliche Koexistenz nicht nur für Mitteleuropa, sondern auch für Europa als Ganzes darin besteht, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die uns vereinen, und nicht auf diejenigen, die uns trennen.“ Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr. Elemér Hantos Preis 2015: Dr. Monica Luisa Macovei, rumänische Politikerin, Anwältin und ehemalige Staatsanwältin, war Mitglied des Europäischen Parlaments und Justizministerin Rumäniens. Zu ihren Erfolgen zählt die Justizreform, einschließlich der Bekämpfung der Korrption, als Grundvoraussetzung für den Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr. Elemér Hantos Preis 2016: Goran Svilanovic, Außenminister und Mitglied des serbischen Parlaments. Als Generalsekretär des Regionalen Kooperationsrates arbeitete er weiter an der Aufgabe, die er als Vorsitzender des Arbeitskreises I des südosteropäischen Stabilitätspakts zur Förderung der Demokratie und Menschenrechte begonnen hatte. Neben anderen Zielen setzte er sich für Minderheitenrechte, die Medienfreiheit und den Schutz der Menschenrechte bei Flüchtlingen ein. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr.-Elemér-Hantos-Preis 2017: Ivan Krastev, bulgarischer Professor, leistete mit seinen zahlreichen akademischen Arbeiten und seiner Rolle als Berater und Vorstandsmitglied mehrerer internationaler Organisationen einen signifikanten Beitrag zur Förderung der wirtschaftlichen Kooperation in Mitteleuropa. Er ist Vorstandvorsitzender des Zentrums für liberale Strategien (Centre for Liberal Strategies) in Sofia und ist ständiger Mitarbeiter des Instituts für die Wissenschaft vom Menshen (IWM) in Wien, wo er das Forschungsprojekt „Die Demokratie in Frage“ leitet. Weitere Informationen finden Sie hier.
Dr.-Elemér-Hantos-Preis 2018: Dr. Franjo Komarica, katholischer Bischof der Stadt Banja Luka, arbeitete unermüdlich an der Erhaltung des Friedens in Bosnien-Herzegowina. Als 1992 im ehemaligen Jugoslawien der Krieg ausbrach, versuchte er den Frieden wiederherzustellen. Nach Kriegsende setzte er sich für die Rückkehr aller Vertriebenen in ihr Zuhause ein, und unermüdlich arbeitete er daran, dass alle Bürger humanitäre Hilfe bekamen. Msgr. Komarica bot während des Krieges zahlreichen muslimischen, orthodoxen und katholischen Familien Zuflucht. Weitere Informationen finden Sie hier.
(Anmerkung: Während der Pandemie 2020-2022 wurde beschlossen, in diesen Jahren keine Preise zu vergeben.)
Dr. Elemér Hantos Preis 2024: Die Unsichtbare Universität für die Ukraine (IUFU), eine Initiative der Central European University (CEU), wurde im Frühjahr 2022, einen Monat nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, die intellektuelle Entwicklung inmitten der Kriegswirren zu fördern. Die angebotenen Kurse sollen die Auswirkungen des Krieges auf die akademische Ausbildung der Studierenden abmildern und ihnen ein Instrument an die Hand geben, um sich gegen Autokratie zu wehren. Das Programm bietet Bachelor-, Master- und Promotionsstudierenden aus der Ukraine, deren Studium durch den Krieg beeinträchtigt wurde, die Möglichkeit zur Weiterbildung. Fast 1.000 ukrainische Studierende haben bereits Online- und Präsenzkurse von Dozenten aus ganz Europa und darüber hinaus belegt. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Dr. Elemér Hantos-Preis 2025: Prof. Dr. László Bruszt, Direktor des CEU-Instituts für Demokratie, ist Professor für Soziologie an der Central European University (CEU). Während des Regimewechsels 1989 war er Nationalsekretär der neu gegründeten unabhängigen Gewerkschaften und vertrat diese bei den Verhandlungen am Runden Tisch. Seit 1992 lehrt er an der CEU und war 1996/97 deren kommissarischer Rektor und Präsident. Von 2004 bis 2016 lehrte er am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, Italien. Seine Publikationen konzentrieren sich auf Fragen des Regimewechsels und des wirtschaftlichen Wandels. Seine jüngsten Studien befassen sich mit der Politik der wirtschaftlichen Integration der östlichen und südlichen Peripherie Europas. Der Preis wird am 12. Mai 2026 um 18:30 Uhr im Auditorium Ivan Pictet, Saal A, des Genfer Hochschulinstituts für Internationale Studien und Entwicklungsstudien (Graduate Institute of International and Development Studies, Genf, Schweiz) verliehen. Professor Bruszt wird im Anschluss an die Preisverleihung eine Rede halten. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
